Frühkindliche Prägung mit nachhaltigen Spätfolgen: Ralf Rothmann (geb. 1953) empfand als kleiner Junge den Umzug seiner Familie aus der Landidylle in Schleswig-Holstein in die Industrielandschaft um Oberhausen als Schock. Aber das Ruhrgebiet inspiriert ihn bis heute, genau wie seine Familiengeschichte und eigene Erfahrungen. Seit 1976 in Berlin zuhause, brilliert er mit Gedichten, Kurzgeschichten und Romanen. Rothmann entwirft ein Panorama von den Traumata des Zweiten Weltkriegs bis in unsere Gegenwart. Er wurde vielfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Premio San Clemente, dem Uwe-Johnson-Preis und dem Thomas-Mann-Preis.
Einen Bogen von seiner Jugend bis in die Gegenwart spannt er in „Museum der Einsamkeit“. Jede der neun Erzählungen hat eine ganz besondere Atmosphäre – eine von Rothmanns großen Stärken. Eindringlich erzählt er z.B. vom 17-jährigen Lehrling zwischen Handwerk, Reclam-Lektüre und erster Liebe, vom Pfarrer und seiner sterbenskranken Tochter, von einer Dozentin und ihrer Mutter im Seniorenheim: lauter vom Alleinsein versehrte „Engel auf Krücken“, die um Würde und ein halbwegs gelingendes Leben ringen und ahnen, dass es nicht unbedingt Flügel braucht, aber Liebe.
Zu gewinnen:
Wir verlosen 1 signiertes Exemplar von Ralf Rothmanns „Museum der Einsamkeit“.
Auch als eBook auf Hugendubel.de erhältlich.
Auflösung Türchen Nº 4:
Welchen Titel hat Ralf Rothmanns Sammlung von Notizen aus 50 Jahren?
1) „Die Zukunft der Schönheit“
2) „Theorie des Regens“
3) „Sichtung und Klarheit“