büchermenschen

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Volker Keidel (47), Wahl-Münchner, Buchhändler bei Hugendubel am Stachus und einer der treuesten Anhänger des Hamburger (!) Sport-Vereins (HSV). Okay, seine Kickerkarriere verlief sich in der C-Jugend, aber dafür spielt er als Autor in der 1. Satire-Liga.

Ihr kühnster Vorsatz für 2018?
Wie jedes Jahr: Viel öfter nach Hamburg fahren!

Ihre verrückteste Leidenschaft?
Dem HSV als Franke in München die Treue halten. Man wird oft ausgelacht, aber tief drinnen, sind wir mal ehrlich, findet jeder den HSV sehr sexy!

Ihre erste Romanlektüre?
Die erste bedeutende war Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“, die prägendste „Betty Blue“ von Djian.

In welcher Romanverfilmung wären Sie die Idealbesetzung?
Ich würde gerne den „Fight Club“ von Palahniuk nennen, aber es läuft wohl eher auf die Rolle eines Kneipengastes in einer Bukowski-Verfilmung hinaus.

Wem wären Sie gerne begegnet?
In Sachen Literatur am liebsten in den 20er-Jahren Henry Miller und Hemingway in Paris, oder eben meinen Lieblingsfußballer aller Zeiten, Karsten Bäron. Und, ach ja, vielleicht noch Kate Moss. Und Wynona Ryder. Juliette Lewis. Sophie Marceau. Gut, reicht.

Ihr tollstes Erfolgserlebnis (außerhalb der Buchhandlung)?
Der Durchmarsch mit dem VfR Burggrumbach von der C- in die A-Klasse. Fast so gut war der Anruf von Bastei Lübbe, dass sie mich verlegen wollen.

Was sammeln Sie mit Begeisterung?
HSV-Trikots. Ich bin mittlerweile bei 40 Stück angelangt.

Welchen Ratgeber haben Sie am konsequentesten umgesetzt? Mit welchem Ergebnis?
Die Bier-Diät von Bujar. Ich habe zwar nicht abgenommen, war aber über Wochen blendend gelaunt.

Worin besteht Ihr verkanntes Talent, dessen Entdeckung längst überfällig ist?
Ich würde sehr gerne mal bei der Poker-WM in Las Vegas mitspielen, auch ohne großes Talent. Dazu brauch ich nur noch die 10.000 Dollar Startgebühr.

Mit wem würden Sie gerne mal im Aufzug stecken bleiben?
Welch anzügliche Frage … mit ner Kiste Jever vielleicht?

Ihre Gründe, Buchhändler zu werden und auch heute noch gern zu sein?
Mein Vater hat irgendwie Druck gemacht, nachdem ich mit 25 mein Studium abgebrochen hatte. Eine Bekannte hat mir dann geraten, Buchhändler zu werden. Ich wusste bis dahin gar nichts von der Existenz dieses Berufs. Doch letztendlich bin ich sehr glücklich als Buchhändler. Wenn schon nicht Fußballprofi, dann eben Buchhändler.

Wie viele Bücher lesen Sie im Durchschnitt pro Woche?
Früher mindestens eines pro Woche, mittlerweile etwas weniger.

Volker Keidel empfiehlt:

Alex Burkhard
„Benutz es!“

(Alex Burkhard ist frisch gekürter Deutscher Meister im Poetry Slam.)

Satyr
11,90 €
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Paul Auster
„Mond über Manhattan“
rororo
9,99 €
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Albert Sánchez Pinol
„Im Rausch der Stille“
Fischer
9,99 €
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Adrian McKinty
„Der sichere Tod“
Suhrkamp
9,99 €
100 Lesepunkte sammeln