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DIESER WACHE GEIST! Das ist es, was den Lesenden zuerst in den Bann des Tagebuchschreibers Jura Rjabinkin zieht. Gerade mal 15 ist er im Sommer 1941, ein Schachtalent und – trotz seiner beträchtlichen Sehschwäche – ein besessener Leser. Jura ist 16, als er während der Blockade seiner Heimatstadt Leningrad durch die Deutschen verhungert. Er hinterlässt sein Tagebuch, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest. Allmählich glaubt er, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, der Erzähler auch. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Liebe, Literatur und Mütter, Camus – Gewalt, Fremdheit und Nähe. Die beiden vertrauen einander ihre persönlichsten Gedanken und Geschichten an. Überwältigende Erzählkunst!

