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Für Felicitas Nachtigall, Jahrgang ’61, Ist das Glas immer halb voll … Früh entschied sich die Lehramts-Anwärterin, statt 2 Jahre auf einen Referendarsplatz zu warten, eine Buchhandels-Ausbildung zu absolvieren – und ist seitdem für ihren Berufsweg viel umgezogen. Lübeck, Flensburg, Bad Homburg, Kiel, Wiesbaden … Etagenleitung, Stellvertretung, Interne Trainerin, Filialleitung. Der praxisorientierten Bücherfrau liegen Werte wie Vertrauen, Engagement und offene Kommunikation am Herzen – auch und vor allem mit ihrem Team.

Ihr bevorzugtester Leseplatz?
Was sich anbietet: Im Urlaub der Strand, zu Hause das Sofa.

Ihre verrückteste Leidenschaft?
Als eher kontrollierter Mensch – keine verrückte Leidenschaft.

Ihr wichtigstes Leseerlebnis?
Ganz früh waren Hanni & Nanni von Enid Blyton wichtige Begleiterinnen.

In welcher Romanverfilmung wären Sie die Idealbesetzung?
Auf dieser Bühne bin ich gerne nur Zuschauerin.

Wem wären Sie gerne begegnet?
Ich bin immer auf das Leben und die Menschen neugierig – so, wie es kommt.

Ihr tollstes Erfolgserlebnis?
Viele kleine Alltagsdinge: erste Kartoffelernte aus Eigenanbau, erster selbstgestrickter Pullover …

Was sammeln Sie mit Begeisterung?
Ich bin schon eher der „Entsorger-Typ“. Aber aus dem Urlaub bringe ich mir gerne Muscheln mit, die mich dann bis zum kommenden Urlaub begleiten.

Welche Lebensempfehlung aus einem Buch haben Sie am konsequentesten umgesetzt? Mit welchem Ergebnis?
Lesen ist für mich in erster Linie Vergnügen. Dass ich aus Büchern für mein persönliches Leben lernen möchte, kommt eher nicht vor …

Worin besteht Ihr verkanntes Talent, dessen Entdeckung längst überfällig ist?
Für mich ist das Glas immer halb voll … und meine Talente habe ich glücklicherweise schon entdeckt und lebe sie.

Mit wem würden Sie gerne mal im Aufzug stecken bleiben?
Die Vorstellung, im Aufzug stecken zu bleiben, finde ich eher beklemmend. Und dann noch mit einem Dialogpartner… Stress pur. Es sei denn, er könnte den Aufzug wieder in Gang setzen.

Ihre Gründe, Buchhändler zu werden und auch heute noch gern zu sein?
Ich war die typische Quereinsteigerin und kam vom Lehramt mit Germanistik als Hauptfach. Die kaufmännische Seite des Buchhändler-Berufes habe ich erst später schätzen gelernt. Grundsätzlich finde ich den Beruf bis heute sehr spannend, weil die Ware „Buch“ immer lebendig bleibt. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken! Bücher vermitteln Werte, Lebensgefühl und Freude. Auch der Umgang mit Kunden ist immer wieder interessant. Ich schätze die Kommunikation. Dieser Austausch schafft ein sehr angenehmes Miteinander.

Welches Kundenkompliment hat Sie am meisten gefreut?
Natürlich ein Feedback auf persönliche Lese-Empfehlungen, oder wenn der Kunde gleich mehrere empfohlene Titel kauft. Viele Komplimente bekomme ich allerdings auch wegen meines auffälligen Namens …

Wie viele Bücher/Hörbücher lesen bzw. hören Sie im Durchschnitt pro Woche?
Früher waren es 1 bis 2 Titel pro Woche, heute sind es eher 2 bis 3 im Monat. Hörbücher nutze ich sehr wenig, da ich kaum Auto fahre. Wenn ich allerdings auf Autobahnen lange Strecken unterwegs bin, macht das Hören natürlich Spaß.

Vier persönliche Lesetipps:

Charlotte McConaghy
„Zugvögel“
S.Fischer
22,– €

Auch als eBook | Hörbuch auf Hugendubel.de erhältlich

220 Lesepunkte sammeln
Rachel Elliott
„Bären füttern verboten“
mare
22,– €

Auch als eBook auf Hugendubel.de erhältlich

220 Lesepunkte sammeln
Bernhard Schlink
„Abschiedsfarben“
Diogenes
24,– €

Auch als eBook | Hörbuch auf Hugendubel.de erhältlich

240 Lesepunkte sammeln
Karsten Dusse
„Achtsam morden“
Heyne
10,99 €

Auch als eBook | Hörbuch auf Hugendubel.de erhältlich

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