Der Vater ist mit dem 16-jährigen Thomas, seinem älteren Bruder und der Mutter in die DDR geflüchtet, als er droht aufzufliegen. In Hannover hat er jahrelang als unauffälliger Familienvater für die DDR seinen Arbeitgeber ausspioniert. Als er feststellt, dass seine Tätigkeit als „Kundschafter für den Frieden“ völlig nutzlos war und die Familie nur unter Beobachtung und Zwängen steht, wollen sie wieder zurück, vor allem Thomas und sein Bruder. Doch geht das für alle gut aus …? Mir haben die kurzen Kapitel gut gefallen, das Buch hat mir das Ausmaß der Verlogenheit, des gegenseitigen Misstrauens und des Anpassungsdrucks gut vermittelt. Starke Erzählung nach einer wahren Begebenheit.
Birgit Hülsemann Buchhändlerin, Hugendubel Berlin-Spandau im Karstadt
Mein Lieblingszitat:
„Warum ich? Warum eigentlich nicht ich? Diese Scheißwelt ist nun mal nicht gerecht.“