Als sich 2002 am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt ein Amoklauf ereignet, scheint die ganze Stadt plötzlich stillzustehen. Jahre später erinnert nur eine Gedenktafel an die Geschehnisse. Der Erzähler will das damals Erlebte endlich aufarbeiten, da ihn das Trauma nicht loslassen will. Im Mittelpunkt steht immer wieder die Frage, ob und wie so ein schrecklicher Vorfall überhaupt aufgearbeitet werden kann – und wer das Recht hat, davon zu erzählen. Kaleb Erdmann, der als Fünftklässler den Amoklauf in Erfurt erlebt hat, zieht die Lesenden in einen Sog aus Zweifeln, Wut und versuchter Aufarbeitung in einer nüchternen und dennoch unglaublich ergreifenden Erzählung, die unter die Haut geht.
Elmo Göbel-Groß Buchhändler, Hugendubel München Stachus
Mein Lieblingszitat:
„Maybe, with enough time passed, pain can be something you remember fondly because you’re so certain that particular pain has healed.“
Aus „The Places I’ve Cried in Public“ von Holly Bourne.