Ein Ort, der Heilung verspricht – und doch voller Brüche ist. Nach einem traumatischen Erlebnis wird Anna in ein Sanatorium eingewiesen. Zwischen Gruppentherapie, Kurpark und Kantinenkaffee begegnet sie Frauen, die auf eigene Weise kämpfen – gefangen zwischen Erinnerungen, Enttäuschungen und dem Versuch, sich selbst wiederzufinden.
Ihre Geschichten kreuzen sich leise – oft bitter, manchmal seltsam zärtlich. Vergangenheit und Sehnsucht verschwimmen. Nichts ist eindeutig, nichts verlässlich. Und doch webt sich durch all diese brüchigen Leben auf leise, rohe Weise die Liebe. Kein Buch zum Wohlfühlen – aber eines, das bleibt und leise Fragen stellt, die in uns weiterklingen.

Empfohlen von Lisa-Marie Risch
Buchhändlerin,
Hugendubel
Berlin-Spandau

© privat

Mein Lieblingszitat:

„Das Herz reicht weiter als die letzte Ferne. Wenn du die eigne Stimme steigen hörst, so singt die Welt, so klingen deine Sterne.“

Aus „Zürich 1919: Aus den späten Gedichten in: Rilke, Hundert Gedichte“ von Rainer Maria Rilke.