Nach dem tragischen Tod der Mutter kam Cyrus Shams mit seinem Vater in die USA, nur um durch ein Leben zu schlingern, das er als unerträglich bedeutungslos empfindet. Durch die Echos von Trauer und Verlorenheit trägt ihn seine Passion, die Lyrik. Auf der obsessiven Suche nach Sinn taucht er in die Leben der Märtyrer ein und reist zur Ausstellung einer sterbenden Künstlerin.
Es ist schwierig, sich nicht von diesem eleganten Roman hypnotisieren zu lassen, der sukzessive die Wunden einer Familie entblättert und dabei an den großen Fragen entlangschrammt. Getragen von Akbars lyrischer Prosa entfaltet sich das Porträt eines Menschen, der nach Halt in einer Welt ringt, die ihm fremd geblieben ist.

Empfohlen von Thomas Reichling
Buchhändler
Buchhandlung Petra Esser
Kaarst

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Mein Lieblingszitat:

„Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“

Aus „Briefe 1902-1924“ von Franz Kafka.