Olga Grjasnowa
„Der verlorene Sohn“
aufbau
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Bergadler im goldenen Käfig

Akhulgo im Kaukasus,1838: Schon bevor er die Augen aufgeschlagen hat, spürt Jamalludin, dass etwas nicht stimmt. Sanft bereitet seine Mutter den Jungen auf das Unabänderliche vor, während sie seine Sachen bereitlegt. Weil der von Zar Nikolaus I. geführte Krieg kein Ende nimmt, ist Jamalludin dem für die Befreiungsfeier aufbewahrten Festtagsgewand inzwischen fast entwachsen. Tragen muss er es trotzdem – der großen Aufgabe angemessen, die ihm bevorsteht. Jamalludin versteht die Welt nicht mehr, aber er weiß, was er zu tun hat: Er muss Abschied nehmen von seinem Heimatdorf, Familie und Freunden und seiner unbeschwerten Kindheit. Und er muss versuchen, ein Mann zu sein, wie es alle von ihm erwarten. Die russischen Machthaber lassen nämlich nur mit sich reden, wenn sie ein Zeichen guten Willens bekommen – Jamalludin als lebendes Pfand während der Verhandlungen über die zermürbende Belagerung. Als Sohn von Scheich Schamil, dem Anführer der aufständischen Berg-
völker, soll er seinem Vater alle Ehre machen und mitkommen nach Sankt Petersburg. Elf Tage ist die Angst seine stete Begleiterin, doch die weicht bei der Ankunft heller Aufregung. Unversehens erliegt der Junge dem Zauber der Stadt und der Pracht am Hof des Zaren. Wenn der Herrscher schon keinen schnellen Sieg über Schamils Aufständische erreicht, so hat er doch einen geheimen Plan mit dem Kriegsgefangenen … Ein farbenprächtiger historischer Roman und das Meisterstück eines Ausnahmetalents! Denis Scheck: „Olga Grjasnowa ist das Beste, was unserer Literatur passieren kann!“