büchermenschen

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Aufgewachsen ist Jens Müller, Jahrgang ’66, in Nordhessen. Nach dem Abitur studierte er Anglistik und Politik­wissen­schaften. Doch wie das Leben so spielt: „Sesshaft“ wurde er als Quereinsteiger bei Hugendubel in Frankfurt am Steinweg. Seit 25 Jahren fühlt er sich in der Welt der Bücher – und dort vor allem in der Belletristik – rundum wohl. Seine Frau hat er übrigens auch hier kennengelernt!

Ihr bevorzugtester Leseplatz?
Couch, Liegestuhl, Bett wären gemütlich … Aber Zeit finde ich morgens und abends in der S-Bahn.

Ihre verrückteste Leidenschaft?
Naja, lesen! Wer im Stadion Bayern München gegen Schalke 04 einen Manesse-Band rauszieht und liest, muss wohl etwas schräg sein.

Ihr erstes Leseerlebnis? Ihre erste Romanlektüre?
Winnetou, mit dem sehr emotionalen Ende in Band 3. Gefolgt von dem Grafen von Monte Christo. Und dann kamen auch schon Orwell, Huxley, Dürrenmatt …

In welcher Romanverfilmung wären Sie die Idealbesetzung?
Ich würde gerne den Titelheld im vergessenen Roman „Die Dinge wie sie sind – oder die Abenteuer des Caleb Williams“ von William Godwin spielen. Gerne auch in einer Verfilmung mit G. M. Halmer als Graf Falkland.

Wem wären Sie gerne begegnet? 
Bin schon vielen Büchermenschen begegnet, Autoren, Verlegern, Journalisten, Kollegen aus dem Buchhandel und Verlag. Mir fehlt grad keiner.

Ihr tollstes Erfolgserlebnis (außerhalb der Buchhandlung)?
Erfolgserlebnisse liegen sicher innerhalb der Familie, wir haben zwei wohlgeratene Kinder …

Was sammeln Sie mit Begeisterung?
Ich sammle nur noch Bücher. Früher auch Musik.

Welche Lebensempfehlung aus einem Buch haben Sie am konsequentesten umgesetzt? Mit welchem Ergebnis?
Lesen ist ja immer auch ein Spiegeln der eigenen Erfahrungen. Aber direkt umgesetzt habe ich wenn, dann nur Dinge aus der Ratgeberliteratur, z.B. damals „Jedes Kind kann schlafen lernen.“ Irgendwann hat´s tatsächlich geklappt!

Worin besteht Ihr verkanntes Talent, dessen Entdeckung längst überfällig ist?
Talent – weiß ich wirklich nichts.

Mit wem würden Sie gerne mal im Aufzug stecken bleiben?
Mit Yuval Noah Harari wäre es unter Garantie spannend und kurzweilig.

Ihre Gründe, Buchhändler zu werden und auch heute noch gern zu sein?
Eigentlich bin ich ja eher durch Zufall Buchhändler geworden. Aber ich bin es schon lange aus Überzeugung, weil ich die Begeisterung für Bücher und Buchinhalte teilen und weitergeben möchte.

Welches Kundenkompliment hat Sie am meisten gefreut?
„Sie sind hier doch der, der alles gelesen hat.“ Oder: „Sie empfehlen mir immer so tolle Bücher.“ Bis hin zu „Wenn das hier jemand weiß, dann Sie.“ Das hört man schon gerne.

Wie viele Bücher lesen Sie im Durchschnitt pro Woche?
Zu der Zeit, wenn die Verlagsvertreter uns besuchen, liest man vieles nur an oder quer. Das Pensum ist einfach zu umfangreich. Ansonsten sind es höchstens 3 Bücher pro Woche, da darf dann gerne mal was Schmales dabei sein.

Jens Müller empfiehlt:

Julian Barnes
„Die einzige Geschichte“
Kiepenheuer & Witsch
22,00 €

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Alexander Pechmann
„Die Nebelkrähe“
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„Alles ist möglich“
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20,00 €

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John Lanchester
„Die Mauer“
Klett-Cotta
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