© Elisa Cunningham, 2019

Extraportion Glück: Huhn mit Kick zum Picknick

Geschätzte Lesezeit ca. 7 Minuten

Der größte Glücksfall unter den vielen Neuerscheinungen, die zum Kochen verlocken? Für uns ohne Zweifel: „Die Geschichte beginnt mit einem Huhn“ von Ella Risbridger. Für die Londoner Journalistin wäre beinahe alles zu Ende gewesen, bevor ihr unvergleichliches Debüt entstand. Damals machte sie so schwere Zeiten durch, dass sie am liebsten gar nicht mehr aufgestanden wäre. Wie sie wieder auf die Beine kam, indem sie sich ins Leben zurückkochte, schildert sie nun in ihrem wunderbaren Buch. Ella Risbridger versteht es als „eine Art Anleitung, sich neu in die Welt zu verlieben, Stürme zu überstehen … und seine eigene Lebensform zu finden, richtig zu leben“.

Ein Buch, das düstere Tage heller macht, in Stimmungstiefs Hoffnungsfunken versprüht und Lebensfreude weckt – durch persönliche Geschichten und besondere Gerichte. Die unkomplizierten Lieblingsrezepte reichen vom Frühstück über Vorratsschrankgerichte bis zum Mitternachtsgelage. Da fängt der Tag prima an, z.B. mit „Ungehörigen Beeren-Crumble-Muffins“, Sonntagmorgenschnecken oder Oatcakes. Leib und Seele wärmen z.B. „Beschwipste Amaretto-Kürbis-Suppe“ oder „Erbsengrüne Misosuppe“. Aufgetischt werden auch originelle Abwandlungen klassischer Glücklichmacher, darunter „Aufmunternde Chili-Zitronen-Spaghetti“, Marmite-Spaghetti und „Carbonara für Caroline“. Um den Frühling zu begrüßen und den Sommer zu genießen, empfehlen wir das Kapitel „Picknick und Pack-ups“. 

Ob am Seeufer oder im Stadtpark: Einfach köstlich sind „Trashige Ingwerbier-Hähnchenschenkel“!

„Trashige Ingwerbier-Hähnchenschenkel“

Zutaten für 4 Personen:

  • 60 ml Ingwerbier
  • 30 ml helle Sojasauce
  • 2 TL Chiliflocken
  • ½ EL Misopaste
  • 100 g frischer Ingwer
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 kg Hähnchenschenkel oder -unterschenkel (Drumsticks; diese sind
    leichter zu essen, ganze Schenkel sind schmackhafter)
  • 1 EL Sesamsamen (optional)
  • Meersalzflocken (optional)

Zeit:

Zubereitungszeit: ca. 3,5 Stunden

Zubereitung:

In deiner größten Schüssel das Ingwerbier, die Sojasauce, die Chiliflocken und die Misopaste verrühren. Den Ingwer schälen (wenn du ihn kräftig mit dem Rücken eines Teelöffels reibst, müsste das klappen) und fein reiben, direkt in die Schüssel. Das Gleiche mit dem Knoblauch machen (also schälen und fein reiben, aber nicht mit dem Löffelrücken abreiben). Die knubbeligen Endstücke, die beim Reiben übrig bleiben, dürfen auch mit hinein. Alles verrühren. Die Hähnchenschenkel in die Schüssel geben und gut einreiben, dabei immer wieder umwälzen, damit sie überall von der Marinade bedeckt sind. Abdecken und für etwa 1 Stunde, oder falls möglich auch 2, in den Kühlschrank stellen. Ich bereite sie oft unter der Woche zum Abendessen zu und habe dann meist nur 1 Stunde oder 30 Minuten zum Marinieren, das ist aber auch okay. Etwa 1 Stunde, bevor du essen willst, den Backofen auf 180 °C vorheizen. Leg die marinierten Hähnchenschenkel mit der Hautseite nach unten in eine Ofenform und gieß einen Teelöffel von der Marinade darüber – ich mag es, wenn möglichst viel von dem geriebenen Ingwer und dem Knoblauch mit drin ist. Die Hähnchenschenkel in den Ofen schieben und insgesamt etwa 45 Minuten braten. Nach 10 Minuten noch einen Teelöffel der Marinade darübergießen. Nach weiteren 10 Minuten noch mal begießen und die Hähnchenschenkel dann umdrehen, sodass sie nun mit der Hautseite nach oben daliegen. Hier ist eine Grillzange nützlich. Streu die Sesamsamen darüber, wenn du magst (meine Lieblingsanweisung in Kochbüchern), und vielleicht ein paar Flocken Meersalz. Aber sei vorsichtig wegen der Salzigkeit der Sojasauce und der Misopaste. Die Hähnchenschenkel zum Schluss noch weitere 25 Minuten braten. Lass dich nicht dazu verleiten, sie danach noch mit Marinade zu begießen, da diese in Kontakt mit rohem Hühnerfleisch war und deshalb mindestens 20 Minuten im heißen Ofen bleiben müsste. Entweder mit dem Fleischthermometer überprüfen, ob die Hähnchenschenkel gar sind (was ich immer tue, da ich ein ängstlicher Mensch bin), oder mit einem Spieß in die dickste Stelle stechen – wenn die herausquellenden Säfte klar (nicht rosa) sind, ist dein Essen fertig.

Ella Risbridger
„Die Geschichte beginnt mit einem Huhn“
Callwey
29,95 €

Auch als eBook auf Hugendubel.de erhältlich

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