© Konstanze Habemann

Fast glücklich

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Multitalent Bela B Felsenheimer hat sich nie auf seinem Ruhm mit der Punkrockband „Die Ärzte“ ausgeruht, sondern sich immer wieder neu erfunden. Ob als Schauspieler, Musiker, Sänger, Songwriter oder wandelndes Gesamtkunstwerk im Italo-Western-Live-Hörspiel „Sartana“: Der Star ohne Allüren nimmt sich selbst nicht so furchtbar ernst, seine künstlerischen Projekte dafür um so mehr: „Ich mache so gut wie alles mit Herzblut, selbst einkaufen“. Das merkt man auch an seinem furiosen Romandebüt „Scharnow“.

© Konstanze Habemann

Wie würden Sie Ihren momentanen Status und Ihre Stimmung am besten beschreiben?
In großer Erwartung! Ich habe erst vor wenigen Wochen die allerletzte Korrektur für das Buch abgegeben. Eine unsichere Erwartung, weil ich ja noch nie ein Buch veröffentlicht habe.

Mal abgesehen von den „Ärzten“: Zwei Ihrer Songs kommen mir wie Pole vor: Das ist einmal der „Tintenfischmann“, das Tanzvideo, und dann natürlich die Ballade „Zuhaus“. Wie lässt sich denn da ihr jeweiliges Lebensgefühl beschreiben, die Grundstimmung?
Naja, ich war ja über Jahre mit der Band „Smokestack Lightnin’“ auf Tour und habe unter anderem mit André Langer Songs geschrieben – eine der letzten gemeinsamen Arbeiten war „Zuhaus“. Ein Text, der uns allen sehr am Herzen lag. Wir haben die Flüchtlingssituation in Deutschland mal anders aufgegriffen. Deshalb haben wir einen Text ohne Zeigefinger, sondern mit Verständnis für die eigentlich wichtigen Leute, nämlich die, die im Unglück sind, entworfen. Der „Tintenfischmann“ war eine Zusammenarbeit mit der Band „Bonaparte“, eigentlich ist das nur Monsieur Bonaparte. Ich habe diesen Song geschrieben und mit ihm gemeinsam produziert. Zu dem Film „So was von da“ über eine Partynacht in Hamburg, eine Literaturverfilmung.

Ihr Grundgefühl beim „Tintenfischmann“ in einem Wort?
Groovy.

Und wie war’s bei „Zuhaus“?
Mitfühlend.

„Flucht ist ein trauriger Zustand“

… eher traurig oder eher hoffnungsvoll?
Es gibt an einer Flucht nichts zu deuten, das ist ein trauriger Zustand. Trotzdem gehöre ich nicht zu den Menschen, die kapitulieren, sondern ich sehe da immer noch einen Funken am Horizont, auch wenn es ganz düster ist.

Ein Herzblut-Projekt von Ihnen war „Sartana – noch warm und schon Sand drauf“, eine Hommage an den Spaghetti-Western. Was lieben Sie generell an dem Genre?
In so gut wie allem, was ich mache, steckt Herzblut drin! Zum Spaghetti-Western gehört eine bestimmte Musikgattung, also ein ganz bestimmtes Verständnis von Musik. Einflüsse davon sind schon seit den 80er Jahren in meine Musik eingeflossen (teils in der Musik der „Ärzte“ und teils in der Musik seiner Solo-Alben zu finden).

Was mögen Sie an dieser typischen Spaghetti-Western-Sprache?
Besonders natürlich die schnoddrige Synchronisation … Die gab es so nur in Deutschland, Spaghetti-Western waren ein Bahnhofskino-Thema, also nicht für das Breitenpublikum gedacht, sondern eher für Leute, die wirklich derbe Kost wollten. Ich schau den einen oder anderen Film tatsächlich in der deutschen Synchro, weil er ganz anders ist als im Original.

Auf dem Cover Ihres Debütromans präsentieren Sie sich als Bela B Felsenheimer?
Immer, wenn ich jenseits der Musik etwas mache, als Schauspieler zum Beispiel, fließt mein Nachname mit ein. Einfach zum Unterscheiden. Immer, wenn man Bela B Felsenheimer liest, weiß man, es hat nicht so viel mit Musik zu tun.

Inwiefern ist „Scharnow“ wirklich ein neues Kapitel in Ihrer Karriere?
(lacht) Es ist natürlich fast schon zu spät, noch Literat zu werden. Ich weiß auch noch nicht, ob ich einer geworden bin. Ich habe immer gerne geschrieben, man entwirft ja auch Welten in Songtexten. Ich habe auch schon mal ein Drehbuch verfasst, habe Kurzgeschichten geschrieben. Ein ganzes Buch war tatsächlich noch nicht dabei. Anfangs wollte ich die Flucht in die Kurzgeschichten antreten, eine Anthologie schreiben, habe aber nach ein paar Entwürfen für einzelne Geschichten bemerkt, dass die ganz gut zusammenpassen.

Floss die Geschichte einfach so aus Ihnen heraus?
Ich habe mit einem Konstrukt der Geschichte begonnen: Wo fängt es an, wo hört es auf? So nach 130, 140 Seiten kam ich irgendwann an einen Punkt, wo mal gar nichts ging … Dann habe ich das Bisherige immer wieder und wieder gelesen und plötzlich fingen die Figuren fast an, mir zuzuflüstern, was sie tun würden. Sie waren teils schon so komplex, dass plötzlich alles ganz logisch erschien. Und dann war völlig klar, was weiter passieren würde.

Hatten Sie ein bestimmtes Schreibritual oder ein Vorgehen, das Sie beflügelt hat?
Nein, nicht wirklich. Ich habe viel gelesen und versucht, einen hellen Ort zu finden. Gut war es eigentlich vor einem Fenster, aber auch am Schreibtisch im Keller, wo ich teilweise beim Schreiben sehr laut Musik gehört habe. Ich bin auch sechs Tage nach Spanien gefahren. Dort hatte ich sehr viele Ideen. Meinem Schreibstil hat das aber nicht so genutzt. Es wurde leider sehr wild, so dass meine Lektorin die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat … Ich glaube aber, dadurch, dass in dem Buch sehr viel passiert, passte das „Wilde“, welches mir dort einfiel, noch mal ganz gut.

„Scharnow verströmt Kleinstadtmief“

Was war Ihnen für den unverwechselbaren Erzählkosmos in Scharnow wichtig?
Ich wusste, dass die Geschichte in einem Dorf spielen musste. Es war mir wichtig, dass es ein Ort ist, der ein eher schleppend-schlechtes Internet hat und Kleinstadtmief verströmt. Gleichzeitig passte es mir sehr gut, dass da so ein paar Bauverbrechen aus der DDR-Zeit Platz finden … In meinem Buch gibt es ein ominöses Hochhaus, den „Silo“. Da stand z.B. auch die Siedlung Pate, in der ich selbst groß geworden bin, in Spandau, in West-Berlin allerdings.

Weit weg von der Heimat und ziemlich neu in Scharnow ist Hamid. Was macht diesen Hamid für den Roman so interessant?
Das Buch spielt 2014/15, kurz bevor es so ganz groß wurde mit der Geflüchteten-Krise in Deutschland. Hamid ist im Rahmen einer Familienzusammenführung zu seinem Onkel gekommen. Für mich ist er ein ruhender Pol, der alles beobachtet und fast jedem Protagonisten aus dem Buch früher oder später begegnet. Er ist durchaus ein Humanist, spricht ein sehr gutes Deutsch, besser sogar als manche andere Figur. Er ist letztlich auch das Love-interest einer meiner anderen Figuren. Hamid entwickelt sich auch dadurch, dass ich anderen Personen freien Lauf lies. Er war am Anfang nur einfach ein Praktikant und ich baue über ihn noch ein bisschen Alltagsrassismus ein, als zwei ältere Damen sich an der Kasse über sein gutes Deutsch wundern. Irgendwann begegnet er dann Nami, einem Mädchen aus Berlin, und die verliebten sich beide ineinander und haben miteinander zu tun, obwohl sie natürlich eine Riesenkluft der Kultur zwischen sich haben. Im Laufe des Buches empfindet Hamid seine neue Heimat plötzlich tatsächlich als Heimat.

Der „Pakt der Glücklichen“ besteht aus vier Personen. Coole Aussteiger oder eine Art Selbsthilfegruppe?
Das Aussteigen war ihnen gar nicht so wichtig. Sie merkten einfach, wir vier haben genau die gleichen Interessen, wir wagen jetzt dieses Experiment, das es ja anfangs war, und leben in dieser WG. Wenn der Leser ihnen in Scharnow begegnet, sind sie schon der „Pakt der Glücklichen“ … Dass sie sich oft nicht ganz so einig und nicht immer glücklich sind – das erfahren wir dann im weiteren Verlauf der Geschichte.

Die Vier verbringen Nachmittage mit Videos. Ein Hobby?
Es ging natürlich ein bisschen darum, eine seltsame Marotte zu etablieren, nämlich dass die eben wirklich nur VHS-Kassetten schauen. Und das im Jahr 2014/15. Sie teilen einfach eine gemeinsame Sicht von Filmkunst, die nur auf grieseligem Magnetband in einer VHS-Kassette so zur Geltung kommt.

Pit, ein Mitglieds des Pakts, scheint Oscar Wilde sehr zu bewundern. Hat er das Faible von Ihnen?
Ja, natürlich! Ich bin jetzt kein umfassender Kenner seines Werkes, aber ich nehme ihn immer wieder gerne zur Hand, weil mir seine Sprache einfach so wahnsinnig gut gefällt und weil ich mir auch immer gerne einen schon perfekt eingekleideten Dandy im Morgenrock beim Frühstück vorstelle, ein Büchlein in der Hand und ein paar schlaue Sätze am Tag schaffend … Das ist natürlich eine historische Figur, die ich unbedingt einbauen musste.

Im Prolog präsentieren Sie uns diesen wundersamen Typen namens Wassmann, der es als Literatur-Blogger immerhin zum Influencer gebracht hat. Er müht sich teilweise unheimlich ab, oder?
In Wassmann stecken viele Facetten. Zum Beispiel seine Arbeit ständig zu unterbrechen, um einen Pornofilm zu schauen und dabei noch an die Nachbarin denkt. Oder wenn er Werbung aus seinem Briefkasten in fremde Briefkästen stopft und sich sagt: „Ich zieh mich doch nicht um, um zum Briefkasten zu gehen. Ich habe da meine Prinzipien.“ Ja, das steckt ein bisschen von mir drin und ein bisschen Beobachtung in meinem Umfeld. Ich bin ja erst Ende der 90er aus Berlin weggezogen. Viele von meinen Freunden aus den 90ern, wo wir wirklich nur versumpft sind, die leben ein ähnliches Leben. Die schreiben vielleicht keine Literatur-Blogs, aber das ist schon so, einige hängen so ein bisschen ihrer Vergangenheit nach. Aber auch Wassmann hat eine weiche und sehr abgedrehte Seite. Mehr will ich aber nicht verraten.

Nicht nur die Hauptfiguren zeichnen Sie als individuelle, psychologisch glaubhafte Charaktere. Hatten Sie lebende Vorbilder im Kopf?
Für jede Figur fing es mit einer Stereotype an. Z.B. die vier grobschlächtigen Kerle vom Pakt, Abrissarbeiter und Tunichtgute, die gerne saufen und sich herbe Filme angucken – und dann bekommt jeder bis zum Ende des Buches immer mehr Facetten.

„Weibliche Charaktere – eine Herausforderung!“

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Würde ich einen herauspicken, würde ich die anderen verraten. Gerade bei den weiblichen Charakteren war es schon eine Herausforderung: Von Nami bis zu Omili – echt ein Stück Arbeit! Da war es gut, dass ich mit einer Lektorin gearbeitet habe. Sie fand es zwar nicht so doll, dass alle Jungs die Lehrerin nur wegen ihrer Brüste bewundert haben – aber in dem Alter ist das einfach so, wenn das Testosteron durch die Adern fließt. Umso fleißiger habe ich mich Nami, Sylvia und dem Omili gewidmet.

Im Verlauf der Handlung wird reichlich „Mische“ konsumiert, eine wilde Mischung aus Limo und Hochprozentigem. Wie ist das Mischverhältnis von Ulk und Ernst im Roman?
Naja, zum einen ist es natürlich schon ein Spaß, so ein unsinniges, nerdiges Spezialwissen, das ich nun mal habe, in dieses Buch einzubauen, um einigen Gestalten noch mehr Kontur zu geben. Mit der Komik ist es so eine Sache – natürlich ist es ein wahnsinnig komischer Roman, ich finde es selbst total lustig. Zwischenzeitlich habe ich ihn ja mehrfach Korrektur gelesen und dann noch das Hörbuch selbst eingelesen – und ich musste immer noch oft lachen. Aber zugleich ist es natürlich auch eine tragische Komik. Philosophisches Ansätze gibt es zu Hauf, gerade im Angesicht der Einsamkeit oder des Unglücks – das verzahnt sich alles.

Ist denn „Scharnow“ für Sie eher ein Heimatroman oder ein Anti-Heimatroman?
(lacht) Also, es ist schon, wenn man so will, ein Heimatroman. Viele Realitäten, Dinge, die da passieren, sind eigentlich so nur in Deutschland möglich. Aber es gibt auch fantastische Elemente, die könnten überall auf der Welt passieren, und es ist eher seltsam, dass die in so einem kleinen Ort wie Scharnow passieren. Aber die Reaktionen einiger Dorfmitglieder sind schon etwas piefiger … In dem Roman gibt es andererseits auch Leute, die ziehen dort hin, um ihre Ruhe zu finden. Dennoch ist es zum Teil „Anti“, weil viel Düsteres passiert, Verurteilungswürdiges. Ich liebe meinen Mikrokosmos, den ich mir da geschaffen habe. Ich liebe ihn sehr.

Wollten Sie auch die deutsche Seele erkunden?
Ja, kann man sagen. Viele Dinge sind da eingeflossen, die gerade in Deutschland in den letzten Jahren wieder aufgeflammt sind: von den Verschwörungstheoretikern bis zum Rechtsradikalismus. Und dann der Umgang der Leute miteinander. Es gibt so einige Themen, die das Leben meiner Figuren bestimmen.

„Nur nicht stillstehen“

„Horror Vacui“ ist der Titel eines Buches, das in Ihrem Roman eine ziemlich unheimliche Wirkung entfaltet. Kennen Sie diese Angst vor der Leere auch?
Ja, ich kenne das auch. Natürlich macht einem das zum Teil zumindest als Künstler immer wieder zu schaffen, weil man Angst hat, dass irgendwann nichts mehr kommt. Schreibblockaden haben ja auch Musiker. Oder schlechte Einfälle, die von deinem Umfeld beklatscht werden. Deshalb muss ich immer wieder etwas Neues ausprobieren, nur nicht stillstehen.

Am Anfang in dem „Horror Vacui“-Buch steht sinngemäß: „Wollten Sie nicht auch schon immer Ihr Leben verändern?“. Wann war denn dieser Moment bei Ihnen zuletzt ganz entscheidend?
Ganz klar der Entschluss an diesem Buch zu arbeiten. Schreibe ich jetzt ein Buch? Oder erspare ich mir das einfach? Auch ein Solo-Album hatte ich in meinem Leben eigentlich nicht geplant – und habe es dann doch gemacht. Ebenso bei der Schauspielerei. Und das mit dem Buch war durchaus eine der größeren Entscheidungen.

Welche Bücher haben denn Bedeutung in Ihrem Leben?
Oh, da gibt es viele! Ich lese jetzt natürlich – wen wundert’s – Bücher auch noch mal ganz anders, als ich das vor diesen zwei Jahren mit der eigenen Romanarbeit getan habe. Es gab so ein paar entscheidende Bücher vielleicht, die in meinem Leben viele Dinge, auch Glücksgefühle, ausgelöst haben. Wo ich dachte, ich habe hier wirklich was Meisterhaftes gelesen, und wo mich diese Gefühle auch noch lange in Gedanken begleitet haben. Oft liest man ein Buch ja nur einmal, manchmal zweimal, wenn man es wirklich mag. Also z.B. James Robert Baker „Boy Wonder“ (zu Deutsch ebenfalls „Boy Wonder“, ist aber leider vergriffen), ein Buch, das nicht den verdienten Erfolg hatte. Aber James Robert Baker sind tatsächlich zwei Meisterwerke gelungen, „Treibstoff“ und „Boy Wonder “. „Boy Wonder “ ist eine fiktive Biografie des Filmproduzenten Shark Tager. Wirklich Irrsinn, das Buch konnte ich nicht mehr weglegen. Bezeichnenderweise ist mir das Buch von Brigitte Helbling geschenkt worden, die damals die Übersetzerin war und jetzt an meinem Buch als Lektorin mitgearbeitet hat. Toll, oder, da schließt sich dann ein Kreis. Auch bei „Unter Leuten“ von Juli Zeh hatte ich mein Glücksempfinden. Oder als Stephen King in den 80er Jahren „Misery“ (zu Deutsch „Sie“) veröffentlicht hat. Das lief gerade genau konform mit einer ähnlichen Lebenssituation, in der ich steckte. Da musste ich sogar weinen, das kam mir ganz komisch vor, ging mir sehr nah …

Wie lautet Ihre persönliche Glücksphilosophie?
Glücklich kann nur sein, wer mit sich selbst glücklich ist. Es gehört immer auch eine Beschäftigung mit sich selbst dazu, um Zufriedenheit zu erlangen. Zufriedenheit, Unzufriedenheit, das ist natürlich auch immer ein Thema in Songs. Wenn ich mit mir im Reinen bin, dann hab ich große Glücksgefühle. Als ich das Buch inklusive Feinarbeit und Korrekturen wirklich fertig hatte, da empfand ich tatsächlich ein unfassbares Glücksgefühl, so eine angenehme Leichtigkeit und Leere in mir.

Das Ende im Roman, kann man das als eine Art Happy-End deuten oder kommt da noch mehr?
Sowohl als auch – vielleicht nicht die ganz befriedigende Antwort. Ich finde, der Weg ist das Ziel. Hoffnung ist doch was Schönes … Für mich sagt das Ende, das Leben geht genauso spannend oder gefährlich weiter. Und ganz nebenbei lässt es mir natürlich eine Hintertüre offen.

„Ich mache so gut wie alles mit Herzblut“

Ich habe das Gefühl, dass Sie sich immer sehr bewusst Ihr Styling aussuchen, für jede einzelne Rolle, für jedes einzelne Projekt. Wie ist denn das adäquate „Scharnow“-Lesetour-Outfit?
Das ist eine super Frage – leider kann ich die noch gar nicht beantworten. Weil ich in diesem Moment erst merke, dass das ein ganz wichtiger Gedanke ist! Danke schön! Ein ganz großer Spaß der letzten Jahre mit der Band „Smokestack Lightnin’“ und der Sängerin Peta Devlin waren immer die Gespräche über das jeweilige Outfit. Es gehörte zum festen Ritus am Tag vor dem Konzertauftritt, dass wir uns darüber ausgetauscht haben. Bei meinen Lesungen war ich bisher immer so Rock-mäßig gekleidet. Ich werde bestimmt nicht mit Monokel und Pfeife auftreten – obwohl, wer weiß, schließlich habe ich nach einer meiner letzten Lesereise – leider zu spät! – festgestellt, dass ich eine Lesebrille brauche …

Auf einem Ihrer PR-Fotos zertrümmern Sie einen Keks. Was ging Ihnen da durch den Sinn?
Die waren eigentlich als Catering geplant, aber plötzlich dachten wir, wenn die Kamera die springenden Krümel einfängt, dass das ein interessantes Bild gibt, oder? Alle Anwesenden haben sich gekugelt vor Lachen.